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Brombeer-Michel

Brombeer-MichelSchon seit langem liegt mir meine Frau in den Ohren, endlich mal einen Kirschmichel zu machen, eines ihrer Lieblingsgerichte aus der Kindheit. Sie schwärmte mir vor, wie bei diesem Gericht die Kischen, die zusammen mit dem Teig gebacken werden, den Michel so wunderbar saftig und fruchtig machen. Bronbeer-Michel"So ein Michel liegt irgendwo in der Mitte zwischen Auflauf und Kuchen." Bei ihrer Mutter wurde der Michel immer lauwarm gegessen. Als wir dann recherchierten, wie viele Kohlenhydrate Kirschen haben, war die Ernüchterung ziehmlich groß. 16%, fast so viel wie Bananen! Auch Sauerkirschen sind keine wirklich gute Alternative, da auch diese noch 10% Zucker enthalten. Und in einen Kirschmichel müssen viele Kirschen rein, damit er schmeckt.

Bei einem Spaziergang mit unserem Patenhund Oso kamen wir dann letzte Woche an einer großen wilden Brombeerhecke vorbei (Brombeeren haben ca 5% Zucker, wilde eher weniger). Die Hecke hing voll mit Früchten, dass sich die stacheligen Zweige bogen und in kurzer Zeit hatten wir einen großen Korb herrlich aromatischer Brombeeren gesammelt. Ich hatte dazu noch eine Überraschung für meine Frau: "Heute wird es einen Brombeermichel geben!". Sie war sofort begeistert.

2 Stunden vor Backbeginn die Butter und die Eier aus dem Kühlschrank holen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Hälfte des Erythritol steif schlagen. Die Butter und die andere Hälfte des Erythritol in eine Schüssel geben und die Butter mit dem Schneebesen schön cremig schlagen. Dann die beiden Eigelb und die Sahne zugeben. Weiter rühren. Das geschlagene Eiweiß wird dann vorsichtig untergehoben.

Brombeer-Michel

400 gBrombeeren
50 gMandelmehl
50 g gWeizenkleber
100 gErythritol
100 ggemahlene Haselnüsse
100 gButter
2Eier
200 mlSahne
nach Geschmack Süßstoff

Ab jetzt ist der Elektromixer tabu, wir rühren nur noch sehr vorsichtig mit einem Teigschaber. Ist die Masse wieder homogen, sieben wir Mandelmehl, gemahlene Haselnüsse und Den Weizenkleber in die Schüssel. Dabei immer vorsichtig weiterrühren. Bronbeer-MichelDer Teig sollte jetzt schön cremig sein und sich gut streichen lassen. Zu guter Letzt die Brombeeren zugeben. Das ist ja gerade das besondere am Michel, dass das Obst nicht nach dem Backen aufgelegt wird, sondern vor dem Backen gleichmäßig im Teig verteilt wird. Wer besonders saure Brombeeren hat oder wer es allgemein gerne süß mag sollte jetzt noch Süßtoff zugeben (je nach Geschmack 2-3 TL flüssigen Süßstoff, 2-3 EL Sukrin oder etwas Stevia). Eine gebutterte Springform wird nun mit dem Michelteig gefüllt und das Ganze wandert für 45 Minuten bei 200° C in die Röhre. Die erste halbe Stunde nicht die Ofentüre öffnen. Danach immer mal reinschauen, dass der Michel nicht zu braun wird.

Am besten schmeckt der Michel lauwarm, also ca. eine Viertelstunde, nachdem er aus dem Ofen kommt. Unsere Idee, statt Kirschen Brombeeren zu nehmen, war ein voller Erfolg. Die Beeren haben genügend Flüssigkeit an den Teig abgegeben, so dass dieser die ideale Konsistenz bekam. Wir haben die restlichen Brombeeren eingefroren, auf dass der Michel auch außerhalb der Brombeerzeit noch oft bei uns vorbeikommen kann.

Kommentare (1)

  1. mcjan09:
    Apr 13, 2013 at 03:07 PM

    Dieses Rezept klingt sehr lecker! Heute habe ich in Anlehnung daran einen Brombeer-Crumble gebacken: ca. 200g tiefgefrorene Brombeeren in Auflaufform. Crumble aus 50g Mandelmehl, ca. 25g gemahlene Walnüsse, ca. 25g Kokosmehl, 100g Butter, gesüßt mit "Ahornsirup" (mit Sucralose) und etwas Erythrol, ca. 1 TL Zimt und gemahlene Vanille darüber geben und für ca. 20 min. bei 150°C backen. Dazu gab es Vanille-Sahne-Quark (geschlagene Sahne mit Magerquark, gemahlener Vanille und Süßstoff)- sehr lecker!


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