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Ist das denn gesund?

"Mer waaß´es net"

Dieses abenteuerliche grammatikalische Konstrukt im Oberhessischen Dialekt, meiner Heimat, beschreibt es am besten. Es bedeutet sowohl "Ich weiß es nicht" als auch "Man weiß es nicht".

Was man sehr sicher sagen kann ist, dass das weitgehende Weglassen von Kohlenhydraten keine unmittelbaren Mangelerscheinungen hervorruft, so weit man sich ansonsten ausgewogen ernährt und keine schweren Stoffwechselstörungen hat. Ziemlich sicher ist auch, dass die in der Regel mit Low Carb einhergehende Gewichtsreduktion sich positiv auf das gesundheitliche Allgemeinbefinden übergewichtiger Personen auswirkt. Auch kurzfristige positive Wirkungen von Low Carb Ernährung bei Diabetes sind sehr gut belegt. Die Universität Würzburg führt zur Zeit wissenschaftliche Untersuchungen durch, ob eine ketogene Ernährung die Therapie von Krebs positiv unterstützen kann.

Welche langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen das Weglassen von Kohlenhydraten in der Nahrung auf den Menschen hat, ist bisher unbekannt. Man kann darüber natürlich Vermutungen aufstellen und diese vielleicht sogar plausibilisieren. Was jedoch unsere Gesundheit langfristig positiv oder negativ beeinflusst, entzieht sich der exakten Wissenschaft. Es gibt zwar genügend „Koryphäen“ (und hier vor allen Dingen Mediziner und Ernährungswissenschaftler), die behaupten, zu wissen, was langfristig gesund ist oder nicht, aber diese Erkenntnisse halten in der Regel strengen wissenschaftlichen Kriterien nicht stand.

Lassen Sie mich das an einem Beispiel verdeutlichen: wollte man herausbekommen, welche Autos besonders unfallgefährdet sind, müsste man Tausende von Unfällen im Detail studieren. Mögliche Ursachen wären Alkohol am Steuer, schlechte Bremsen, abgefahrene Reifen, überhöhte Geschwindigkeit oder andere technische Versagen. Dadurch ließen sich jedoch ausschließlich die Ursache eines konkreten Falles und die Häufigkeit des Auftretens beurteilen. Schwierig würde es dann schon, wenn ein alkoholisierter Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit und einem Wagen mit abgefahrenen Reifen in einen Unfall verwickelt wäre. Welche der potentiellen Ursachen war nun wirklich verantwortlich? Ohne eine genaue Kenntnis über den Unfallhergang ist dies unmöglich zu entscheiden. Würde man nun einfach eine Liste von Kriterien aufstellen, die man bei jedem Unfall abhakt, könnte es zu gänzlich falschen oder gar abstrusen Ergebnissen kommen. Man könnte sicherlich feststellen, dass Autos mit schmutzigen Sitzen überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt sind. Das ist durchaus logisch, wenn man bedenkt, dass alte Autos überdurchschnittlich häufig sowohl verschmutzte Sitze als auch technische Defekte aufweisen. Außerdem werden diese überdurchschnittlich häufig von jungen, unerfahrenen und leider auch risikobereiten Fahrern gesteuert. Aus dieser Erkenntnis jedoch abzuleiten, durch das Reinigen der Sitze könne man Unfälle vermeiden, ist offensichtlich Blödsinn. Statistiker könnten sogar herausfinden, dass abgefahrene Reifen und eine defekte Beleuchtung überdurchschnittlich häufig gemeinsam vorkommen. Natürlich ist es ebenfalls Blödsinn, daraus zu schlussfolgern, dass durch abgefahrene Reifen die Beleuchtung kaputt geht.

Und selbst wenn man auf diese Weise tatsächlich etwas sinnvolles herausfinden würde, blieb die Wirkung auf die Unfallstatistik beschränkt. Der Grund der meisten Unfälle sitzt hinterm Steuer.

Leider ist es so, dass Studien zum Thema gesunde und ungesunde Lebensweise genauso, wie oben im Auto-Beispiel beschrieben, vorgehen. Die Gesundheit des Menschen an sich hat vielfältige und voneinander abhängige Ursachen. Was Ursache, Wirkung oder nur Begleiterscheinung ist, lässt sich meist nicht sicher beurteilen. Und psychische und soziale Faktoren sind für unsere Gesundheit sicher entscheidender als die Ernährung. Der Mensch ist eben keine Maschine, die man nur gut ölen muss, damit sie nicht kaputt geht. Ein kritischer Wissenschaftler sollte dies in seinen Schlussfolgerungen immer berücksichtigen. Leider muss man feststellen, dass im Bereich der Volksgesundheit eine solche kritische Distanz selten vorhanden ist. Ganz im Gegenteil. Häufig wird auf Wissenschaft durch Sponsoring aus Pharma- und Lebensmittelindustrie massiv Einfluss genommen. Anders lassen sich viele Veröffentlichungen nicht erklären. Ernährungsstudien werden in der nach oben offenen Skala der methodischen Dilettanz nur noch von solchen über Genussmittel, wie zum Beispiel das Rauchen, übertroffen.

Ich persönlich glaube unseren Gesundheitsaposteln schon lange nicht mehr, wenn es um Ernährung, Genussmittel oder Lebensführung geht. Medizin kann eine seriöse Wissenschaft sein. Der Erfolg von Therapien läßt sich untersuchen. Nach den Regeln der Kunst durchgeführte Doppel-Blind-Studien liefern aussagekräftige Ergenisse über die Wirkung von Arzneimitteln. Alles das gibt es für die Ernährungswissenschaft nicht. Deshalb müssen "Wahrheiten" von gestern auch so oft wieder zurückgenommen werden. Auf die Frage, wie wir langfristig gesund leben oder nicht, gibt es nur eine überzeugende Antwort:

„Mer waaß´es net!“