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Die Kohlenhydrat-Krankheit

An dieser Stelle möchte ich noch auf ein Buch hinweisen, dass sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Kohlenhydraten in der Ernährung beschäftigt. Keine Angst, jetzt kommt nicht Atkins. Der wollte aus meiner Sicht nur schnelles Geld verdienen und das möchte ich - obwohl Atkins schon tot ist - hier nicht fördern.

Nein hier möchte ich auf das Buch "Leben ohne Brot" von Dr. Wolfgang Lutz vorstellen, der 2010 im Alter von 97 Jahren starb, selbst über 50 Jahre lang Low Carb gelebt hat und sich sehr engagiert mit dem Thema Kohlenhydrate und ihre gesundheitlichen Auswirkungen auseinandergesetzt hat.

GewürzeEr hat in seiner Arbeit als (habilitierter) Internist in Salzburg um die 10.000 Patienten durch eine Umstellung ihrer Ernährung auf weniger als 6 BE (72 g Kohlenhydrte) behandelt und über die damit erzielten Erfolge viele wissenschaftliche Studien erstellt.

Die Basis-Behauptung von Dr. Lutz ist es, dass fast alle unserer heutigen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas, Morbus Crohn, Gicht, Epilepsie, Multiple Sklerose, Arteriosklerose und auch Krebs, sowie einer ganzen Reihe degenerativer Alterserscheinungen wie Osteoporose durch ein hormonelles Ungleichgewicht ausgelöst werden. Während der 2 Millionen dauernden Entwicklungsgeschichte des Menschen als Jäger und hauptsächlichen Fleischesser spielte das den Nahrungszucker abbauende und Fettreserven aufbauende anabole Hormon Insulin eine untergeordnete Rolle. Mit dem Neolitikum, also dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht änderte sich das dramatisch. Nachdem der moderne Mensch den größten Teil seiner Energie aus Kohlenhydraten zu gewinnen begann, und dafür andauernd große Mengen an Insulin benötigt, wurde das Gleichgewicht gestört. Dr. Lutz macht speziell die Verdrängung von anderen Wachstumshormonen durch das Insulin für unsere Zivilationskranheiten verantwortlich. Dies bleibt jedoch nicht graue Theorie, sondern er hat seine These durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Statistiken und dokumentierten Falluntersuchungen untermauert. So war er der erste, der feststellte, dass durch einen hohen Fettanteil (auch und gerade tierische Fette) der Cholesterinspiegel keineswegs ansteigt, sonderen ganz im Gegenteil innerhalb kürzester Zeit und ohne Medikamente auf normalwerte senkt - jedenfalls sofern man gleichzeitig die Kohlenhydrate reduziert.

Eines der spannensten Argumente von Lutz ist, die Häufigkeit von Diabetes, Herzkrankheiten und anderen Zivilisatzionskrankheiten mit der Ausbreitung des Neolitikums zu vergleichen. Entgegen der allgemeinen Lehrmeinung, dass es die mediterane Kost oder das gesunde Fischfett ist, dass Italiener und Japaner vor häufigen Herzerkrankungen schützen, meint Lutz, dass diese sich einfach schon ein paar tausend Jahre länger an die Carbs haben gewöhnen können. Während die Japaner schon 10.000 Jahre Reis essen und auch im Mittelmeerraum der Ackerbau sich schon um diese Zeit auszubreiten begann, haben wir Mitteleuropäer erst 2000 Jahre Erfahrung mit Brot. Und bei Finnen und Iren kam der Ackerbau noch später. Dies korreliert genau mit der Rate an koronalen Herzkrankheiten!

Viele der von Dr. Lutz beschreibenen Wirkungen von kohlenhydrat-armer Ernährung können wir auch durch eigene Erfahrungen bestätigen. Besonders gut finden wir, dass er keine Diät im klassischen Sinne vorschlägt, sondern einfach durch das Weglassen von besonders kohlenhydratreichen Zutaten wie Mehl, Zucker, Reis, Brot und bestimmtem Obst sicherstellt, dass der Insulinspiegel nicht zu sehr steigt. Dabei ersetzt dann Fett den Zucker in der Energie-Versorgung des Körpers. Vom Taschenrechner am Frühstückstisch, "guten" und "schlechten" Kohlenhydraten, GI und GL aber auch Radikaldiäten hält er gar nichts! Das wichtigste ist, dass man langfristig die Ernährung umstellt. Und das geht bei Low Carb besonders gut, da es so lecker ist.

Das Buch "Leben ohne Brot" ist zwar zeitweise ziehmlich schwere Kost, vor allem wenn Dr. Lutz in hoher Detailierung Stoffwechselvorgänge und die Entstehung von Krankheiten erklärt. Trotzdem ist es eigentlich für jeden Low Carbler Pflichtlektüre. Ich denke, wer es gelesen hat, ist sich zumindest darin sicher, dass Low Carb für ein aktives, langes und gesundes Leben mehr hilft, als es schaden könnte.

Ich hätte Herrn Dr. Lutz gerne kennen gelernt und ich bin sicher, ihm hätte unser Motto "Lecker Low Carb" gefallen.

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