Neueste Rezepte

15 February 2017

Bilderstrecke Brot Backen

10 November 2016

Pizza mit Hefeteig

15 August 2016

Püree

08 June 2016

Himbeer Sahne Torte

13 April 2016

Schokolade

03 January 2016

Kartoffel Chips

........

Keine Angst vor Fett !

Wer weniger Kohlenhydrate ist, nimmt dafür mehr Fett und Eiweiß zu sich. Jetzt werden viele einen Schreck bekommen, denn auch mir ist seit ich denken kann erzählt worden, dass Fett ungesund sei.

Cholesterin, gesättigte und ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Omega 3 und Omega 6: wie ein Trommelfeuer geistern diese Begriffe durch die seriöse und auch weniger seriösen Presse. Wer verstanden hat, dass die erste Kampagne, die sich aus gesundheitlichen Gründen gegen den Genuss von Butter ausgesprochen hat, von der Margarineindustrie bezahlt worden ist, wird solche Artikel in Zukunft wesentlich kritischer lesen. Ernährung und Gesundheit ist ein riesiges Geschäft. Fettarme Diät Artikel können billiger hergestellt aber teurer verkauft werden. Und "mit Omega 3" auf die Verpackung gemalt verkauft sich ein Joghurt gleich zum doppelten Preis. Schaut man sich dann die wissenschaftlichen Untersuchungen an, auf denen die Presseartikel beruhen, bleibt wenig substantielles übrig:

Wer viel Fett und Kohlenhydrate zu sich nimmt und sich dann noch wenig bewegt wird dick. Und das Fette daran einen beträchtlichen Anteil haben ist einsichtig, wenn man bedenkt, dass in Fett doppelt so viel Energie enthalten ist, als in Kohlenhydraten und Eiweiß.

Das hingegen wissen wir: Lässt man die Kohlenhydrate weg, führt fettreiche Nahrung zur Gewichtsabnahme und nicht Zunahme. Wer jedoch die Aufnahme von Fett drastisch reduziert, wird in kurzer Zeit schwerwiegende Mangelerscheinungen entwickeln (viele essentielle Vitamine können nur in Verbindung mit Fetten aufgenommen werden).

Auch bei den Warnungen vor Cholesterin, mit der die Pharmaindustrie allein hier in Deutschland jedes Jahr Milliarden verdient, mussten seriöse Wissenschaftler inzwischen zurückrudern. Selbst die vor einigen Jahren eingeführte Unterscheidung in Gutes und Böses Cholesterin ist nicht mehr „state of the art“. Die Empfehlung, "esse weniger Fett, damit Herz und Arterien gesund bleiben" ist zwar schön plakativ, wissenschaftlich jedoch kaum mehr haltbar. Ganz im Gegenteil: Auf der letzten großten und beachteten Zusammenstellung der Forschungsergebnissse zu Lebensmitteln, die die Gefahr von Herzkrankheiten beeinflussen wird die Gesamtaufnahme von Fett und gesättigten Fettsäuren als neutral, Nüssen und fetthaltigen Saaten als positiv bewertet. Statt dessen kamen helles Weizenmehl und Zucker auf der Liste der herzgefährdenten Lebensmittel ganz nach oben.

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, sei das Buch von Gonder/Worm „Mehr Fett!“ empfohlen, das neben einigen unterhaltsamen und historischen Kapiteln auch einen guten Abriss über den derzeitigen Stand der Forschung vermittelt.

Ob mich meine derzeitige fettreiche Ernährung einmal umbringen wird, weiß ich nicht. Die Webseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) will mir diesen Teufel an die Wand malen. Nur echte wissenschaftliche Beweise werden nicht geliefert. Auch Gallileo ließ sich vor 400 Jahren nicht von der geltenden Lehrmeinung überzeugen, dass die Erde eine Scheibe sei, obwohl das doch so anschaulich ist, vor allem wenn man es oft genug hört. Und das Etablissement beharrte auf seiner Lehrmeinung und ignorierte (und bekämpfte) alles was dem entgegenstand. Ähnlich sieht es auch bei der Beurteilung von fettreicher Ernährung aus. Obwohl es erste Anzeichen gibt, dass das Dogma "Fett ist schlecht für die Arterien und das Herz" so nicht stehen bleiben kann (an der Duke Universität wurde festgestellte, dass sich Blutdruck und Blutfettwerte durch eine Low-Carb High-Fat Diät entgegen der Erwartung erheblich schneller bessern als bei anderen Diäten, Studienbericht in englisch , wird Low-Carb weiterhin von vielen Medizinern als gesundheitsschädlich verteufelt. Ohne dass es dafür -zumindest nach meinen Recherchen- belastbare wissenschaftliche Belege gibt. Deshalb gehe ich das Risiko ein, dass ich (und mittlerweile auch viele kritische Wissenschaftler) vielleicht falsch liegen und die DGE recht hat. Genau wissen tut das bis heute keiner.

Im Gegenzug habe ich jedoch etwas davon: Die leckerste Diät, die ich mir vorstellen kann. Denn ohne Fett schmeckt alles fad!

Kommentare (0)


Melden Sie sich an, um den Artikel zu kommentieren