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Den Krebs aushungern?

Jeder halbwegs geschäftstüchtige Quacksalber hat selbstverständlich auch eine „Wunderwaffe“ gegen Krebs im Repertoire. Ob nun Bachblüten, linksdrehendes Wasser oder die tolle Kupferschleife gegen Erdstrahlen. An Menschen, die Angst um ihr Leben haben, lässt sich einfach viel Geld verdienen.

In diesen Anschein will ich auf keinen Fall kommen.

Trotzdem komme ich nicht umhin, von der Forschung an mittlerweile mehreren deutschen Unikliniken zu berichten, die Krebspatienten eine Low Carb (im medizinischen Fachjargon: ketogene) Ernährung vorschlagen. Die Idee dahinter ist relativ einfach: Im Gegensatz zu fast allen anderen Zellen unseres Körpers, die, wie bereits erwähnt, sowohl aus Zucker als auch Fett (Ketone) ihre Energie gewinnen können, sind Krebszellen ausschließlich auf Zucker angewiesen. Davon verbrauchen sie jedoch Mengen! So weiß man, dass Krebspatienten häufiger einen Heißhunger auf Süßes entwickeln und im Endstadium zwingt der Krebs den Körper sogar, Muskeln in Zucker umzuwandeln.

So sind die Ansätze der Universitäten Würzburg und Mannheim (jeweils die Frauenkliniken) und der Onkologie in Frankfurt, Krebspatientinnen eine Low Carb Diät mit viel Fett und Eiweiß anzubieten. Dadurch soll der Muskelabbau verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Ein weiterer Effekt ist jedoch – aus meiner Sicht – viel spannender, obwohl hierzu erst Vorstudien vorliegen: Dadurch, dass dem Körper viel weniger Carbs zugeführt wurden, fühlte sich der „Zucker-Junky“ Krebs wohl nicht sehr wohl. Wenn man sich Low Carb ernährt, stehen diese jedoch nicht zur Verfügung. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass dadurch in einigen Fällen das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt, wenn nicht sogar aufgehalten werden kann.

Auch im Ausland forschen Kliniken (Tel-Aviv Sourasky Medical Center, Albert Einstein College of Medicine of Yeshiva University, Duke University) an dem Thema. Da ich selbst einige Bekannte und Freunde habe, die in letzter Zeit eine Krebsdiagnose bekommen haben, fände ich es toll, wenn man bald gesicherte Ergebnisse hätte und wünsche den Mediziniern, auf die ich ja hier im Blog schon genug geschimpft habe, viel Glück.

Links zu den Informationsseiten:

"Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauchen Fett", eine tolle Webseite, die alle Infos zum Thema zusammenfasst. Herausgegeben von Wissenschaftlern, die zum Thema forschen

Universitätsklinik Würzburg

Die Studie der Universitätsklinik Würzburg im Original

Übersicht über Studien zu Kohlenhydraten und Krebs (in englisch)

Studie der Universitätsfrauenklinik Mannheim

Studie der Universitätsklinik Frankfurt, Neuro-Onkologie

Bericht über die Studien im NDR Fernsehen

Interview im BR Radio mit Prof Ulrike Kämmerer

Für jeden der jetzt neugierig geworden ist, kann ich dazu das Buch Krebszellen lieben Zucker - Patienten brauchen Fett empfehlen. Hier geht es bei Weiten nicht nur um Low Carb Ernährung, sondern in echt toll verständlicher Weise wird hier der aktuelle Stand der Wissenschaft über Krebs erläutert. Und das von kompetent wissenschaftlicher Seite. Wir Krebs entsteht, welche Ansätze zur Behandlung es gab und gibt. Man lernt auch viel über Zellbiologie, Nahrungsmittelchemie und wissenschaftliche Methoden der Forschung. Es wird von Wissenschaftlern und Ärzten erzählt, die schon vor hundert Jahren Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs entdeckt haben und damit duchaus sehr erfolgreich behandelt haben. Aber dieses Wissen wäre beinahe verloren gegangen, auch weil an diesem Ansatz die Pharmaindustrie nichts mehr verdienen kann. Super spannend und lehrreich.

Und selbst die traditionelle Ernährungswissenschaft ist hellhörig geworden. Die Schweizer Autorin Marianne Botta empfiehlt in Ihrem Buch Bewusste Ernährung - was hilft gegen Krebs neben der Vermeidung von Krebserzeugenden Stoffen auch ausdrücklich, zur Prävention vor Krebs auf den Insulinspiegel zu achten. Jedem der Krebs hat oder hatte rät Sie, sich mit der ketonen Ernährung auseinanzusetzen und mit dem Arzt darüber zu reden. Obwohl der offiziellen Lehrmeinung der wiedersprechend können wir in dem Buch Sätze lesen wie "Zucker wirkt bei Krebs wie ein Brandbeschleuniger". Hut ab vor so viel Mut. Eine kleine Kritik gibt es: Wir können uns der Meinung, dass eine Low Carb Lebensweise total schwer und aufwändig wäre, nicht anschließen. Ansonten ist das Buch sehr . Trotzdem unser ut zu lesen und weist eine ganze Reihe spannender Rezepte auf. Lieder nicht alle wirklich low carb. Trotzdem Dank an Frau Botta: "Wir finden es toll, dass Sie lecker-low-cab.de in Ihren Link und Literatur Verweisen aufgenommen haben."

Zum Schluß noch den Hinweis auf einen kleinen Artikel von mir, das Thema Ernährung und Krebs von einer anderen Sichtweise her beleuchtet.

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